Der Tag begann sehr vielversprechend. Nach langer Planung haben wir es endlich mal wieder geschafft fast die ganze Skater-Clique für einen Ausflug zusammen zu bekommen. Es ging zum Felsenmeer in den Odenwald und das Wetter versprach einen hervorragenden Tag zu werden.
Chrissi, Anne und Michel hatten sich spontan dazu entschieden zum Felsenmeer zu wandern. Der Rest schwang sich mit Sack und Pack in die Autos. Am Felsenmeer angekommen ging es dann auch gleich schon ans Klettern. Natürlich sollte der Berg über die Felsen und nicht über die Waldwege erklettert werden. Philipp ist gleich wie eine Bergziege vorweg gestürmt und wart anschließende nur noch gesehen wenn er faul auf einem Stein liegend auf den Rest der Truppe wartete. Aber auch die Laura, Luisa, Mia und Jasmin entpuppten sich als wahre Kletterkünstler auch wenn sie es bei den großen Felsen wegen ihrer kurzen Beine ungleich schwerer hatten wie wir Großen.
Und so haben wir uns Stein um Stein, Meter für Meter Richtung Felsberggipfel vorgearbeitet. Kurz bevor wir oben waren sind auch die 3 Wanderrinnen angekommen und haben mit uns die letzten Meter gemeinsam in Angriff genommen. Oben angekommen wurde sich erst einmal am Kiosk gestärkt um Kraft für den Abstieg zu
sammeln. Etwas Aufregung gab es dann als der Krankenwagen anrückte um einem Mann abzuholen der sich beim Sturz in den Felsen den Arm gebrochen hatten. Zu diesem Zeitpunkt wußten wir allerdings nicht nicht, das wir ihn später im Krankenhause noch einmal begegnen sollten.
Gut gestärkt ging es dann wieder an den Abstieg. Dieses mal blieben wir aber die meiste Zeit auf den Wegen und nur das letzte Stück ging es wieder über die Felsen Richtung Tal. Unten angekommen gab es erst einmal ein leckeres Eis und dann Richtung Spielplatz und das Unglück nahm seinen Lauf. Während wir noch dabei waren das restliche Essen aus unseren Rücksäcken für ein abschließenden Picknick zusammen zu legen, begnügten sich die Kinder schon auf dem Spielplatz und auf der Rutsche im besonderen.
Um wieder oben an die Rutsche zu gelangen, war eine kleine Hühnerleiter in etwa so
breit wie ein Schwebebalken parallel zur Rutschbahn aufgebaut. Darüber konnten die Kinder den Hügel hoch zur Rutsche balancieren. Dreimal ging das bei Luisa gut, beim vierten Versuch passierte es dann. Sie setzten den Fuß nicht korrekt auf den Balken und rutschte ab, überschlug sich und landete unsanft auf ihrem linken Arm. Nachdem sie sich auch noch Minuten noch nicht beruhigt hatte und den Arm in einer Art Schutzhaltung hielt, ahnten wir nicht Gutes und fuhren vorsichtshalber in Krankenhaus.
Hier bestätigte sich dann unserer Befürchtung, der Arm war knapp über dem Handgelenkt gebrochen. Ein sogenannter grüner Bruch der häufig bei Kindern vorkommt. Hier bricht zwar der Knochen, wird aber noch von der Knochenhaut in Position gehalten. Röntgen war schmerzhaft da der Arm entsprechend gedreht werden mußte, beim anschließenden gipsen überwiegt dann schon wieder mehr die Neugier und Interesse wie das denn nun alles gemacht wird.
Mit neuem Gipsarm ging es dann zu Richi und Moni wo sich die Mannschaft inzwischen versammelt hatte. Hier war Luisa natürlich der Mittelpunkt und jeder wollte den Gipsarm bewundern und es dauerte was unsere Tochter natürlich sichtlich genoss.

