1. Strandtag

Heute stand erstmal ausschlafen auf dem Programm. Entsprechend wurde das Frühstück auch eher ein Mittagessen. Anschließend wurde die Strandtache gepackt, natürlich kräftig mit Sonnencreme eingeschmiert und ab zum Strand. Jedes Haus hat seinen eigenen nummerierten Sonnenschirm inclusive 2 Liegestühle. Unser Platz ist gleich in der ersten Reihe mit direktem Blick auf Strand und Meer.

Kaum am Strand angekommen, waren Philipp und Luisa auch schon im Wasser zum Toben. Wir sind dann natürlich auch gleich hinterher um mit unseren Kids im Wasser rumzutollen. Es würde sich mit nassem Sandmatsch beworfen, durch die Wellen getaucht, sich gegenseitig mit Sand einpaniert – kurz gesagt, es war ein kurzweiliger und lustiger Nachmittag.

Rumtollen und Sandburgen bauen macht hungrig und am späten Nachmittag wurden die Kids hungrig und vor allem Luisa mutierte zu einem Quengelmonster. Nun ist es etwas schwierig mittags um Fünf etwas größers als ein Sandwich aufzutreiben aber letzt endlich haben wir doch noch was gefunden. Lektion gelernt. Morgen werden wir rechtzeitig zurück zum Haus gehen und eine Kleinigkeit zum Essen machen. Also noch schnell den Supermarkt gestürmt.

Nach dem Duschen am Abend ging es zur Kinderdisco. Die war aber mega laut das es selbst mir als Halbtaubem in den Ohren geschmerzt hat. Philipp ist gleich zu Anfang ausgestiegen Luisa hat etwas länger durchgehalten. Eine Erfahrung die wir uns nicht jeden Abend geben müssen.

Zum Abschluss ging es noch mal zum Strand. Der (Fas)Vollmond ist gerade am Horizont aufgegangen und sorgte für ein phantastisches Lichtspiel auf dem Meer. Besser hätte man die Szene in einem Schnulzenfilm nicht darstellen können. Der perfekte Abschluss eines schönen Tages.

1. Urlaubstag und andere Katastrophen 

Schneller wie gedacht sind wir in unserem diesjährigem Urlaubsdomizil, dem Rosolina Mare Club, angekommen. Ein schöner kleiner Campingplatz direkt am Meer.

Kurz vor der Ankunft würde es noch etwas stressig. Philipp ist wohl wieder am wachsen was sich meist durch plötzliches und heftiges Nasenbluten bemerkbar macht. Normalerweise sehen wir das recht locker. Doch diesmal wurden selbst wir etwas nervös da es einfach nicht aufhören wollte zu bluten. Wir haben dann an kleinem Café an gehalten und einen Eisbeutel organisiert und es letztendlich doch noch unter Kontrolle gebracht.

Gleich nachdem wir unseren halben Hausstand in unsere wirklich schönes Ferienhäuschen geräumt hatten, ist Chrissi mit den Kids zum Pool und zum Strand. Ich war nach der langen Fahrt sehr müde und habe etwas geschlafen. Doch kaum war ich eingenickt, nahte schon die nächste Katastrophe. Philipp war beim Nachlauf spielen mit Chrissi ausgerutscht und auf sein Gesicht gefallen. Dabei hatte er sich die Lippen, Kinn und Knie aufgeschlagen. Das schlimmste jedoch war, das ebenfalls eine Ecke seines linken Schneidezahns abgebrochen war.

Weinend mit einem Eisbeutel im Gesicht Sachs er nun auf dem Sofa und Chrissi und ich standen mit einer Mischung Entsetzen, Ratlosigkeit und Hilflosigkeit daneben – wie unseren Sohn trösten, unser armes Kind, was ist nun zu tun, was machen wir jetzt – und das am ersten Urlaubstag.

Nachdem sich die erste Schockstarre gelöst hatte, gingen uns tausend Fragen durch den Kopf. Wir müssen zum Zahnarzt. Aber wo ? Es ist Samstagmittag und wir sind in Italien. Die Rezeption könnte uns leider nicht viel weiter helfen. Zum Glück hat die Debeka eine Motfallnummer für solche Fälle. Sie hat uns eine Zahnarztpraxis vermittelt die Samstags geöffnet hatte. Die konnte aber das Stück Zahn, den Chrissi mittlerweile tatsächlich gefunden hatte, nicht ankleben. Also nochmal bei der Debeka angerufen. Zwischenzeitlich hatten wir auch noch Jana erreicht, als angehende Zahnärztin konnte sie uns schonmal beruhigen das wohl nur Zahnschmelz abgebrochen war aber der Nerv unbeschädigt schien.

Mittlerweile hatte die Debeka einen Zahnarzt in Deutschland organisiert der uns anrief. Mit ihm konnte ich mich endlich in Ruhe unterhalten und uns entgültig die Angst nehmen. Der Zahnnerv schien wirklich unbeschädigt weil Philipp sonst wirklich starke Schmerzen am Zahn hätte. Das war aber nicht der Fall. Das ankleben des abgebrochenen Zahnstücks müsste wenn dann tatsächlich heute erfolgen aber nicht jeder Zahnarzt hat die Möglichkeit dazu – selbst in Deutschland. Und überhaupt sei es die Frage ob das eine gute Idee sei. Bei über 20% der Fälle würde es bei dem angeklebten Zahnstück zu unschönen Verfärbungen kommen und müsste früher oder später sowieso durch eine Keramik ersetzt werden. Besser sei es am Montag bei einem Zahnarzt die nun offenen Kanäle versiegeln zu lassen, den Urlaub zu genießen und nach dem Urlaub mit seinem Zahnarzt zu Hausein aller Ruhe das weitere Vorgehen zu besprechen.

Entsprechen beruhigt könnten wir endlich anfangen unseren ersten Urlaubstag zu
genießen. Philipp ging es schon wieder sichtlich besser und er war auch schon wieder zu Scherzen aufgelegt. Also ab zum Strand zur ersten Baderunde. Trotz seiner zahlreiche Wunden im Gesicht und Knie stürzte sich Philipp gleich zusammen mit Luisa und sie war ein Fluten der Adria. Das Salzwasser brannte zwar in den Wunden aber unser Sohn war wirklich sehr, sehr tapfer. So fand der Tag doch noch ein schönen versöhnlichen Abschluss.

Beim Abendessen ist Luisa selig eingeschlummert und auch wir haben an diesem Abend nicht lange gebraucht um einzuschlafen.