Wie jedes Jahr Anfang Oktober stand auch dieses Jahr wieder die Weinlese auf dem Programm. Das tolle an der Weinlese – sie findet immer nur bei schönem Wetter statt, damit das Regenwasser zwischen den Trauben nicht den Wein verwässert. Dafür kann es aber auch schon einmal etwas kühler sein. Damit sich Philipp sich in Opa Edmunds Weinberg keinen Schnupfen holt, hat Chrissi ihm eine schöne Mütze aufgesetzt. Die Begeisterung ist auf dem Foto kaum zu übersehen 🙂 Naja, seine erste Weinlese hat Philipp in Oma Hiltruds Küche verschlafen.
Papa allein Zuhaus
So ruhig im Haus. Chrissi und Philipp sind gestern mit Sybille, Moni und Sabine über das Wochenende nach Freiburg gefahren. Nach über 3 Monaten habe ich mal wieder Zeit nur für mich. Der Spätsommer zeigt sich von seiner besten Seite und ich nutze die Zeit mal wieder für ausgiebige Mountainbike Touren. Aber so richtig Freude will nicht aufkommen – meine zwei Goldstücke fehlen mir doch schon sehr.
Das Wochenende in Freiburg war sogar für die Mama erholsam, da sie ja 3 erfahrene Mütter dabeihatte und sich Philipp von seiner besten Seite zeigte. Ein braver Bursche. Trotz eines anderen Schlafgemaches schläft er durch und ist auch morgens quietschfidel aufgewacht ohne zu schreien und hat die Mamis weiterschlafen lassen. Das haben sie sich ja auch redlich verdient.
Und schönes Wetter hatten wir noch dazu – wenn Engel reisen 😉
Ist das anstrengend
Wachsen ist echt anstrengend und macht ja ssssssooooooo müde.
Es ist schon erstaunlich was Philipp im Moment für Fortschritte macht. Manchmal hat man das Gefühl, er verändere sich stündlich. Mittlerweile verfolgt er Chrissi oder mich ganz gespannt mit seinen Augen wenn wir in seiner Nähe sind. Alles wird genau beobachtet und auch seine Arme und Hände gehorchen ihm so langsam. Alles was er greift geht Richtung Mund und wenn er mal einen Finger hat, dann läßt er ihn nicht mehr los. Wenn er sitzt und man ihm die Finger gibt, kann er sich schon nach vorne ziehen.
Und wenn er einem anlacht – das mit unseren guten Vorsätzen wird sehr sehr schwer werden :-).
Jetzt wiegt er schon 7,2 Kilo und ist auch ganz schön lang (65 cm) geworden. Bald können wir sogar den Sitzverkleinerer aus dem Maxi-Cosi rausmachen.
Deutsches Eck
Zum Glück hielt sich der Kater vom Vortag in Grenzen – eigentlich war er überhaupt nicht vorhanden (das erste Mal seit Jahren). Als Vater wird man doch wohl etwas vernünftiger *hüstel*.
Das schöne Wetter haben wir genutzt und einen Familienausflug nach Koblenz unternommen. Mit Philipp im Kinderwagen sind wir am Rheinufer entlang bis zum „Deutschen Eck“. Bei solch schönen Ausblicken machte sogar die Stillpause richtig viel Spaß. Anschließend ging es mit einem gemütlichen Altstadt-Bummel weiter. Zum Abschluß haben wir noch die imposante Befestingungsanlage „Ehrenbreitstein“ besichtigt. Die größte und besterhaltenste Anlage dieser Art in Europa. Auf alle Fälle ein Besuch wert – schon allein wegen der grandiosen Aussicht auf Koblenz, das Deutsche Eck (siehe Foto).
Feiertag
Jedes Jahr am zweiten Wochenende im September ereignen sich in Lindenholzhausen gar merkwürdige Dinge. Da laufen junge Burschen in hohen mit bunten Blumen geschmückten Hüten durch den Ort, schwingen Fahnen und haben einen Hammel dabei. Kurz – es ist Kirmes. Und wie in den letzten 23 Jahren zuvor, darf ich bei diesem hohen Feiertag nicht fehlen.
Noch verwunderlicher wird das ganze dann am (Kirmes)Montag. Selbst Leute die man das ganze Jahr nur mit Anzug und Krawatte sieht, zwängen sich in einheitliche T-Shirts mit Aufdruck ihres Jahrgangs, stürmen früh am Morgen ihre Stammkneipe und geben sich auch den restlichen Tag recht merkwürdig.
Die Gelegenheit Philipp etwas heimatliche Kultur nahe zubringen – warum er seinen Papa aber so verständnislos angeschaut hat weis ich jetzt auch nicht mehr *prost*
Geburstag
Nein, nicht von Philipp, sondern von meinem Patenkind Lukas. Ist das wirklich schon 10 Jahre her, wo ich ihn genau wie heute Philipp auf dem Arm durch die Gegend getragen habe ?? Da hat man wirklich eine Vorstellung wie schnell die Zeit vergeht.
Nebenbei war heute auch noch Premiere – Opa Reimund hat das erst Mal Philipp eine neue Windel verpaßt. Und das macht er echt nicht schlecht 🙂
Hochzeit
Heute war es endlich soweit. Nachdem Michaela und Oliver (kurz die Ollis) nun schon seit mehr als 6 Jahren gemeinsam durchs Leben skaten, wurde das Ganze mal auf rechtlich korrekte Bahnen gebracht. Kurz – es wurde endlich geheiratet.
Die Skater-Clique durfte dabei natürlich nicht fehlen. Da die Feier in Löhnberg bei Weilburg stattfand gab es ganz nebenbei noch eine weitere Premiere für Philipp. Philipp nächtigte erstmals außer Haus und wir konnten das erste Mal testen, was denn so alles in den Zafira paßt.
Vorweg: Beide Premieren waren erfolgreich. Philipp legte sich zur gewohnter Schlafenszeit in sein Kinderwagen und ließ sich auch durch den DJ nicht zum Aufwachen bewegen, und trotz 3 Erwachsene, Philipp, Gepäck und Kinderwagen war immer noch Platz im Auto.
Nach der kirchlichen Trauung in der Basilika von Dietkirchen fuhr der ganze Tross Richtung Löhnberg. Gefeiert wurde in der alten Burgruine und wunderbarer Atmosphäre. Hatte man doch einfach über die Ruine ein Glasdach gebaut und den Saal liebevoll dekoriert und hergerichtet. So stand einer super schönen Feier nichts mehr im Weg. Nebenbei so noch erwähnt, dass unser lieber Sohnemann es doch tatsächlich geschaft hat, der Braut auf das Hochzeitskleid zu spucken. Aber so ist das nun mal wenn man sich über die warnenden Worte der Eltern hinwegsetzt 🙂
Wir haben es getan
Kinderwagen der neueren Generation die man auch z.B. zum Skaten benutzen kann, zählen leider nicht unbedingt zu den Kompaktesten und auch zusammengeklappt haben sie noch eine recht stattliche Größe.
Da wird selbst ein Golf auf die Dauer zu klein. Liegt der Kinderwagen erst einmal im Kofferraum ist kein Platz mehr für größeres Gepäck. So hatten wir schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, uns ein „familiengerechtes“ Auto zuzulegen.
Heute war es dann endlich soweit. Autohaus Jöst in Weinheim hatte ein Opel Zafira im Hof stehen, der genau unseren Vorstellungen entsprach. Nach einer ausgiebigen Sitzprobe (während der Begutachtung fing es dermassen zu Regnen an, dass wir den Regenschauer im Auto warten mußten) und nach der Probefahrt stand fest – DAS IST ER. Da fiel selbst die Trennung von meinem Golf nicht schwer. Jetzt müssen wir nur noch bis Freitag warten – leider.
12. Woche
Seit Philipps Geburt sind nun schon 12 Wochen vergangen. Das erste viertel Jahr hat er mit Bravour bestanden und uns durchweg Freude bereitet. Wir können nichts anderes behaupten daß wir (jedenfalls im Moment noch) ein wirklichs braves und pflegeleichtes Kind haben.
Schon erstaunlich was er in den vergangenen Wochen für eine Entwicklung durch gemacht hat. Mit etwas mehr als 3400 g aus dem Krankenhaus entlassen bringt er heute schon knappe 6,5 kg auf die Waage. Ist er Anfangs noch in Bodys Größe 50 versunken, so wird im langsam Größe 62 zu klein.
Mittlerweile verfolgen seine Augen schon aufmerksam seine Umgebung, er lacht, quietscht und brummelt mit Leuten die ihn anlächeln. Den Daumen zum Lutschen hat er inzwischen auch schon entdeckt und wir hoffen dass wir ihn noch durch einen Schnuller tauschen können 🙂
Es ist einfach nur schön zu zuschauen, wie er Tag für Tag in seiner Entwicklung voranschreitet.
Kultur pur
Wie jedes Jahr findet am letzten Wochenende im August in Erbach die traditionelle Giggels-Kerwe statt. Für mich ist es nun schon das Dritte Mal dass ich diesem Kulturspektakel beiwohnen darf. Letztes Jahr um diese Zeit wußten wir noch nicht, dass wir dieses Jahr zu Dritt die Kerwe feiern werden. Um so schöner war es da natürlich, dass eine sichtlich stolze Mutter Philipp in ihrem Heimatort vorstellen durfte.
Um 14 Uhr startete dann der traditionelle Kerwe-Umzug durch den Ort. Für den gemeinen Mittelhesse der das Kirchweihfest (um Kerwe mal ins Hochdeutsche zu übersetzen) in seiner Heimat etwas anders zu feiern pflegt immer wieder ein Ereignis. Erinnert der Umzug mit seinen verkleideten Teilnehmern, Konzeptwagen, Kerwe-Pfarrer und sein Mundschenk, Kerwe-Brautpaar, Kerwe-Ausgräber, etc. doch mehr an einen Faschingsumzug. Die Abschließende Kerwe Red in der die Mißgeschicke der Erbächer aus dem vergangenen Jahr einem breiten Publikum präsentiert werden, ist auf alle Fälle ein Besuch wert.

